Oleg Muzyka & das »Komitee für die Befreiung von Odessa«

Global Rights of Peaceful People, Maidan/Ukraine, Organisationen & Vereine, Protestbewegungen

Was die Rodina-Partei um Oleg Muzyka mit der Borotba und Nationalisten verbindet

Es scheint fast so, das Oleg Muzyka für uns zum Hauptthema wird. Überall, wo es Berichte gibt, ist Oleg Muzyka oder seine Partei Rodina nicht weit. Oder seine doch fragwürdigen Mitstreiter ¹ ² ³.
Offenbar haben wir ihn in seinen Tätigkeiten etwas unterschätzt bzw. nicht gedacht, das… Was auch genau daher rührt, weil er u.a. durch die Partei DIE LINKE und die Zeitung junge Welt als „Antifaschist“ so publiziert und gefördert wird.

Eine gute Vorarbeit hat hier wieder einmal Kyrylo Tkachenko geleistet, über den es (leider fast nur auf Indymedia) sehr viele und gute Berichte gibt.
Wir hatten das Thema hier im Blog schon einmal kurz angeschnitten, um ein wenig Fotomaterial und die archivierte Website von „Одесской Дружины“ (auch: Komitee für die Befreiung von Odessa btw. Drugina) zu hinterlegen.

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Peacemaker & Oleg Muzyka

Schon vor ewig langer Zeit waren wir auf die umstrittene Seite „Peacemaker“ (Миротворець / psb4ukr) gestoßen, auf der auch Oleg Muzyka (Anatolevich) aufgelistet wurde; er dort sinngemäß als: Separatist beschrieben wird, der u.a. Mittel für die Bedürfnisse der separatistischen Gruppen («Die Odessaer Gefolgschaft», «Das Komitee der Befreiung Odessa») sammelt. So schreibt es die Seite.

Das erklärt sicherlich aber auch, warum Muzyka laut Ulrich Heyden in Deutschland politisches Asyl beantragt hat, hier jetzt mit Hilfe der Partei DIE LINKE“ einen auf Antifaschist macht“ – und der Recherchedienst der Ausländerbehörde IRB Canada seit Sommer diesen Jahres anfängt, diesen Fall zu prüfen!
Muzyka kann nicht wieder zurück in die Ukraine, da ihn dort mit Sicherheit Strafen erwarten, also versucht er hier in Deutschland, seine Vergangenheit zu verwischen, was ihm aber nicht ganz so gut gelingt.

Peacemaker hatte zudem Anfang diesen Jahres eine umfangreiche Liste mit Journalisten samt ihrer Daten veröffentlicht, die vom Informationsministerium des DNR akkreditiert wurden, was auf (berechtigt) heftige Kritik stoß.

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Rückblick: Wer gründete das Komitee:

Nochmal zur Erinnerung: „Das Komitee zur Befreiung Odessa´s“ wird in Verbindung zur Rodina-Partei auf Wikipedia so beschrieben:

Der Anführer der Odessiter Regionalorganisation der Borotba, Aleksej Albu, begab sich auf die von der Russischen Föderation annektierte Krim, wo er am 24. Mai 2014 zusammen mit einem Vertreter der rechtskonservativen Partei „Rodina“ (Heimat), Aleksandr Wasiljew, und einem Vertreter der Neonazi-Organisation „Slawische Einheit“, Dmitrij Odninow (Majdannik) ein „Komitee zur Befreiung von Odessa“ ins Leben rief.

Das »Komitee für die Befreiung von Odessa«: Alexander Wasiljew, Dmitri Majdannik, Alexej Albu

Das »Komitee für die Befreiung von Odessa«: v.l.n.r.: Alexander Wasiljew, Dmitri Majdannik, Alexej Albu

Kyrylo Tkachenko beschreibt es etwas ausführlicher:
Das »Komitee für die Befreiung von Odessa« wurde von vier Menschen gegründet: Alexej Albu aus Borot’ba, den beiden Vertretern der in Odessa basierten russisch-nationalistischen Rodina-Partei, Alexander Wasiljew und Wadim Sawenko sowie Dmitri Odinow, welcher in Wirklichkeit anders heißt (Majdannik) und gleichzeitig die Slawische Einheit und die Odessitische Gefolgschaft anführte. [1]

In seinem Artikel: Wie Teile der deutschen Linken Faschisten in der Ukraine unterstützen hat Kyrylo Tkachenko sich näher damit befasst, was im Zuge hierzu, bei Interesse, gelesen werden sollte! Von uns hier „nur“ ein Auszug:

(…) Vielleicht ein Drittel der Meldungen sind Reposts von der VK-Seite des »Komitee für die Befreiung von Odessa«. Die letztgenannte Quelle beinhaltet zwar weniger Beispiele für Antisemitismus und Homophobie, aber die Ausrichtung ist eine ähnliche.
Einer der letzten Schwerpunkte ist die Verteufelung der Türkei (nach dem verräterischen Abschuss des friedlichen russischen Bombers), davor freute man sich über die Effizienz der russischen Streitkräfte in Syrien, noch früher waren die siegreichen »Antifaschisten von Noworossia« das Hauptthema. Und natürlich überall der Superheld Putin.
Eines der wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Internet-Auftritten liegt wohl darin, dass während das »Komitee« gleich mit der Putinverehrung startete, der Slawischen Einheit Wladimir Wladimirowitsch bis zur Besatzung der Krim noch ziemlich suspekt vorkam (und stellenweise sogar als ein Agent des internationalen Judentums entlarvt wurde).
Das Motto des »Komitees« gibt die eigentliche Leitidee der Slawischen Einheit wieder: »Für die Freiheit und Einheit der Rus«, die beiden VK-Auftritte haben womöglich identische Moderator*innen.
Aber auch ganz unabhängig davon, wie man Borot’ba einordnen würde, gehören mindestens drei von vier Mitbegründern des Komitees eindeutig zu den Rechten. »Querfrontkomitee« wäre ungefähr das mildeste Urteil darüber. Erwartungsgemäß war das für nicht gering zu schätzende Teile der westlichen Linken kein Hinderungsgrund, die Liste der »politischen Gefangen aus Odessa« zu übernehmen und das »Befreiungskomitee« auf unterschiedliche Weise zu unterstützen.
In den Nachrichtenportalen wie Red Star Over Donbass freut man sich über deren Freilassung, in der Jungen Welt bezieht man sich auf das »Komitee für die Befreiung von Odessa« noch im November 2015 positiv.
Falls jemand im rot-braunen Angebot zwischen den Untertönen unterscheiden möchte, so lässt sich übrigens feststellen, dass das »Befreiungskomitee« in der Zwischenzeit noch brauner geworden ist, indem er sich der russischen Vereinigung Wesen der Zeit annäherte, die – wie wir gleich sehen werden – nicht unbedingt das beste Verhältnis zur ex-ukrainischen Organisation Borot’ba besitzt. Wesen der Zeit ist die Querfront pur, den Gedanken von Identität der UdSSR mit Russland hat sie ad absurdum beziehungsweise zu seiner logischen Konsequenz geführt. (…)

Muzyka´s Kontakte bis heute

Wir haben uns auf den Profilen ¹ ² bei Muzyka (Stand: 15. und 23. September 2016) mal umgesehen, mit wem er aktuell noch in Kontakt steht und wir haben sie tatsächlich fast alle gefunden. Und noch ein paar mehr… hier ein Auszug:

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Oleg Muzyka hat wohl vorausschauend ein paar obige Kontakte auf Facebook gelöscht, was aber nichts nützt. Das zeigen die oben zwei archivierten Links seiner Freundeslisten. Er scheint hier also mitzulesen! Daher hier nochmal die Listen:

Alexey AlbuSergej MarkhelАлександр ВасильевВасильев Александр АлександровичVadim  SavenkoAlexey  KochetkovGalina ZaporozhtsevaАнжела ДевисSergey  BovbalanИгорь МарковSvetlana Kissileva

—————————————–

Dazu kommt aus dem anderen Profil Muzyka´s noch folgende Person: Svetlana Kissileva (Kissi), ebenfalls auf der Seite Peacemaker gelistet, die Muzyka auch aktuell zu seinem Filmabend: „Brennende Herzen“eingeladen hat; über die wir weiter unten noch zu sprechen kommen:

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Das Komitee für die Befreiung von Odessa & Rodina Partei

Oleg Muzyka gab in einem Interview aus 2014 bekannt, das er 2013 Verantwortlicher des Anti-Maidan auf dem Kulikover Feld war. Wir fragen uns: in Bezug zur Rodina oder zum Komitee? Und, war er das 2014 immer noch?
Wie man z.B. dem Foto entnehmen kann, war das „Komitee zur Befreiung Odessa“ mit ihren Zelten auf dem Kulikover Feld aufgebaut, die laut Medienberichten später angegriffen wurden (die Faktenlage bis heute nicht geklärt ist). Und das sah doch schon sehr militärisch aus, statt Partei mit Hemd & Krawatte:

Da sich hier Parteimitglieder der Rodina-Partei mit diesem Komitee vermischen, könnte man schon die Schlussfolgerung ziehen – aber nicht belegen, das hier finanziell unterstützt wurde, die Parteimitglieder – auch ganz im Sinne der Partei Rodina –  gegen den Maidan gerichtet war und immer noch ist.
Einzig ein Bild von Oleg Muzyka, vom 17. April 2014 in Zusammenhang mit dem Komitee zur Befreiung Odessas/Kulikover Feld konnte bisher gefunden werden und zwar direkt auf der ehemaligen, archivierten Website „Drugina“ (Komitee zur Befreiung Odessa):

drugina_olgemuzyka

Es scheint jedenfalls, das es einen ganz „guten Zweck“ erfüllt hat, das die Homepage der Rodina-Partei „der Ukraine“ nicht mehr funktioniert bzw. eine Schein-Website hochgezogen wurde. Seit 2013 gab es dort keine aktuellen Artikel mehr! Und: Muzyka ist von der dortigen Partei ja nicht der einzige, der „auf der Flucht“ ist. Vielleicht ist es sinnvoll, sich die gesicherten 29 PDF Dateien der Partei Rodina bei mehr Zeit etwas näher zu betrachten!

rodina_pdf


Aleksandr Wasiljew

Wasiljew, weiterhin mit Muzyka befreundet, gehört wie Muzyka, der Partei RODINA an. Diese Info hat man allerdings im Facebook-Profil nicht mehr veröffentlicht. Er ist jetzt nach seinen eigenen Angaben Redakteur von: ВЗГЛЯД.РУ und wohnt jetzt in Moskau. Auch er hat die Ukraine verlassen! So steht es ebenfalls bei ВЗГЛЯД.РУ in seiner „Vita“. Mit folgenden Worten:

Sinngemäß (…) in einem Strafverfahren beteiligt, eröffnete die SBU für „Separatismus“ unter der drohenden Verhaftung, Odessa zu verlassen. Im Frühjahr 2014 war er als Leiter der Abteilung für Information und Innenpolitik der Verwaltung Sewastopol . Im Jahr 2015 arbeitete er in Donezk am Projekt „Direct Line mit Alexander Zakharchenko.“ (…)

Die anderen „Kontakte“ Muzyka´s auf der Seite Peacemaker

Bei der Auflistung auf „Peacemaker“ gibt es interessante, ausländische Kontakte, alle aus Frankreich. Neben Oleg Muzyka ist dort weiter „als Netzwerk“ verlinkt: Svetlana Kisilyova, Alain Benajam, Eric Lauffenburger und André Michel Chanclu.

Warum diese Personen gerade auf dem „Peacemaker-Profil“ von Muzyka verlinkt sind, erschließt sich uns noch nicht ganz, auch nicht, woher der Ursprung des Werbeplakates rührt (die, eine Erst-Quelle für uns), auf dem Muzyka dann in Zusammenhang mit einigen oben genannten aufgeführt wird:

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Weiterhin ist Muzyka mit fast allen – wie ganz oben schon zu sehen, bis heute befreundet und lädt auf Veranstaltungen ein. Einige sind auch schwer zu finden, da sie sich einen neuen Namen zugelegt haben oder sie sind mit mehreren Profilen im Netz unterwegs.

Informnapalm hatte ausführlich über dieses „Novopole in Frankreich“ und über die Personen (André Michel Chancl, Alain Benajam, Svetlana Kissileva, und Sergei Munier) berichtet! (Archiv)

André Michel Chancl, heute Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und LePen Fan, hatte 2011 die persönliche Bekanntschaft mit Alexander Dugin, wie zwei Fotos von seiner Facebook-Seite zeigten:

Quelle: Peacemaker


Über die eine oder andere hier aufgeführte Person werden wir sicherlich noch im Zuge von Recherchen stolpern (bzw. haben wir noch einiges im Entwurf) und dann hier berichten. Das wird sich gar nicht vermeiden lassen.

Für einen Großteil der Partei DIE LINKE und das ganze linke, kommunistisch, stalinistisch, Putin verherrlichende Querfrontmilieu wird Muzyka vermutlich weiterhin ein „Antifaschist“ bleiben, der als Held gefeiert werden muss! ^^

Zum Abschluss für heute

Möchten wir an dieser Stelle noch ein paar Screenshots vom Komitee der Befreiung Odessa´s posten, damit andere auch mal einen Eindruck davon bekommen, wohin die Reise wirklich geht, vor allem, wenn man auch die Flagge mit 14-88 betrachtet. Die Screenshots entstammen alle der VK Seite Komitee zur Befreiung Odessa:

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Одесской Дружины

Eine weitere Bildstrecke mit Video und Infos zur ehemaligen Website, gibt es hier!


Beenden wollen wir das Ganze für heute mit folgendem Zitat:

Nach wie vor besteht es hier ein großer Auseinandersetzungsbedarf in der Linken. Natürlich darf man nicht nur bei den öffentlichen Aktivitäten prorussischer Friedenstreiber bleiben. Im Zusammenhang mit dem »Befreiungskomitee« dürfen etwa die beiden Mitglieder der nationalistischen Rodina-Partei, Oleg Muzyka und Sergei Marchel sowie eine andere Antimaidan-Aktivistin aus Odessa, Galina Zaporoschzewa, erwähnt werden. Vermutlich konnten alle drei nicht ohne eine robuste Unterstützung in Deutschland in die Bundesrepublik auswandern, wo sie anschließend im tiefsten Querfrontmillieu versanken. [2]


[1] [2] Wie Teile der deutschen Linken Faschisten in der Ukraine unterstützen, Teil 2: Über die Rote Hilfe, Brigade Prisrak und mehr (Text: Kyrylo Tkachenko – Redaktion: Kollektiv Eugen1979)

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FMP1 in Berlin gibt dem Nationalist Oleg Muzyka Ausstellungsräume

Global Rights of Peaceful People, Maidan/Ukraine, Propagandisten, Update, Veranstaltungen

Die pro-russische Propaganda-Tour geht weiter: Premiere „Die brennenden Herzen“

Update, 4. Oktober 2016

Im nachfolgenden Text sind wir auf die Veröffentlichungen Oleg Muzyka´s eingegangen, der seit langer Zeit auf unterschiedliche Veranstaltungen hinweist, die entweder als Veranstaltungsort unter der Adresse: ND-Gebäude, Franz-Mehring-Platz 1 oder direkt unter Rosa Luxemburg Stiftung Berlin angegeben werden.

Nach der schnellen Rückmeldung seitens der Rosa Luxemburg Stiftung (vielen Dank!), gibt diese an, zu keiner Zeit mit Oleg Muzyka in einer Kooperation gestanden zu haben, noch zu stehen, was wir sehr begrüßen!
Die weitere Erklärung dazu würden wir  gerne als Auszug und Statement ergänzen, wir warten allerdings noch auf das Einverständnis dazu und ergänzen es dann an dieser Stelle, sobald uns die positive Antwort dazu erreicht.

Wir haben ebenfalls den Untertitel im vierten Screenshot korrigiert, dort hatten wir uns etwas missverständlich ausgedrückt, wir haben die RLS durch „das ND-Gebäude und Oleg Muzyka“ geändert.

Weiterhin hoffen wir, das DIE LINKE und die LiMA (Linke Medienakademie) diesen Artikel gelesen, das Statement der Rosa Luxemburg Stiftung (und auch das vom Haus der Demokratie und Menschenrechte) dazu kennen und dies evtl. zum Nach- bzw. Umdenken anregt hat!

Update, 5. Oktober 2016

Die Rosa Luxemburg Stiftung hat am 4. Oktober 2016 geschrieben:

* „Zur Erklärung möchten wir ergänzen, dass die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihren Stiftungssitz im Bürogebäude am Franz-Mehring-Platz 1 in 10243 Berlin (auch „FMP1“ oder „ND-Haus“) hat, wo sie selbst allerdings nur Mieterin ist und nicht über eigene Räume verfügt, die sie Externen als „Veranstaltungsräume zur Verfügung stellen“ würde.“

Oleg Muzyka hat zwischenzeitlich die Adresse der Veranstaltung geändert. Sie lautet nun: FMP1. Mehr möchten wir zu diesem Zeitpunkt erstmal nicht preis geben, es wird aber in ferner Zeit einen separaten Artikel dazu geben!

Update 6. Oktober 2016

Wir haben die Überschrift und den Untertitel in FMP1 umgeändert.


Ausstellung des pro-russischen Nationalisten Oleg Muzyka am Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin

Manchmal gibt es so Tage, da möchte man einfach nur noch laut schreien. Es ist die ständige Wiederholung, die aufwendigen Recherchen, die Mails die an die zuständigen Stellen geschrieben werden und meist keine Antwort kommt oder das zusammentragen von Material. Wir könnten uns eigentlich nur noch Oleg Muzyka (oben rechts im Bild) und seinem „Team“ widmen; uns würde nicht langweilig werden…

Zwischenbemerkung: Im Juni diesen Jahres brachte die Rosa Luxemburg Stiftung unter den Stichpunkten: Rassismus/Neonazismus und mit viel Tamtam die Studie: Die enthemmte Mitte – die Mitte-Studie heraus. Ja. Nur so zur (Vorab)-Info, mehr fällt uns gerade zu diesem Thema nicht ein.

Ganz unten haben wir noch eine Link-Liste zu Muzyka & Co. hinzugefügt, mit den wichtigsten Artikeln, die bisher hier veröffentlicht wurden.


„ГОРЯЩИЕ СЕРДЦА, два года спустя“

Am 30. September 2016 postete Oleg Muzyka seine Veranstaltung auf Facebook: ПРЕМЬЕРА ФИЛЬМА „ГОРЯЩИЕ СЕРДЦА, два года спустя“ (Premiere: Brennende Herzen 2 Jahre später) und teilte diese vielfach im Netz.

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Wir haben ein paar Tage gewartet, weil wir wissen wollten, ob die Rosa Luxemburg Stiftung diesen Termin in ihrem Kalender auch übernimmt, hat sie aber bis zum heutigen Tage (4. Oktober 2016) nicht.


Schon im letzten Jahr gab es laut Oleg Muzyka selbige Veranstaltung im ND-Gebäude der Stiftung (siehe Pic unten). Am gleichen Tag lief dann auch noch bei der LiMA der Film: Lauffeuer von Ulrich Heyden! Ziemlich gutes Timing! Ist nämlich an der gleichen Adresse und Partner der RLS!
Im April diesen Jahres sollte, ebenfalls dort, eine Gemäldeausstellung statt finden, dazu hatten wir in der Vergangenheit bei der RLS allerdings auch keinen Termin im Kalender gefunden.
Brigitte Queck von „Mütter gegen den Krieg Berlin“ hatte diese Veranstaltung, u.a. im Forum des islamistischen Muslim Markt beworben, wo Queck generell viel Werbung für Querfront-Veranstaltungen macht.

Das mit der Gemäldeausstellung kam uns vor ein paar Monaten schon etwas komisch vor, da wir damals die angekündigten „bekannten Berlin Künstler“ nicht recherchieren konnten. Bei diesem Aufruf ging allerdings hervor, das die Spenden für wohltätige Zwecke verwendet werden würden, allerdings ohne Angabe einer Kontonummer. Dazu kommen wir noch später.

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Veranstaltungshinweis in der Rosa Luxemburg Stiftung aus 2015 Veranstaltungshinweis durch Oleg Muzyka im ND-Gebäude, Seminarraum 1 in seinem Screenshot aus 2015


Absagen in der Vergangenheit

Mindestens zwei Absagen zu Oleg Muzyka sind uns bekannt. Dazu gehört einmal das Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin mit einer sehr umfangreichen Stellungnahme zur Absage (eine Pflichtlektüre für alle Ignoranten) sowie das Freiland Potsdam.

Auszug; Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin, 2015:

(…) Dabei eint die in unserem Hause arbeitenden Gruppen die Auffassung, dass die Propagierung faschistoider, diktatorischer, sexistischer und rassistischer Ideen intolerabel ist.“
Von verschiedenen Seiten wurde die Stiftung unter anderen darauf aufmerksam gemacht, dass zu Ihrem politischen Engagement unter anderem auch ein Auftritt im Kontext der politischen Gruppierung erfolgte, die sich als sogenannte „Reichsbürger“ bezeichnen. Unser Eindruck verfestigt sich, dass die Art und Weise der von Ihnen geplanten Veranstaltung den Ansprüchen des Stiftungsselbstverständnisses komplett widerspricht. Aus diesem Grunde zieht der Vorstand der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte auf Grundlage der Geschäftsbedingungen die Zustimmung zum oben genannten Nutzungsvertrag zurück.
Auch andere, im Internet dokumentierte Auftritte von Ihnen lassen die notwendige Distanz zu nationalistischen und anderen rechtspopulistischen Organisationen vermissen. (…)

Wenn das Haus für Demokratie und Menschenrechte oder eine linke Jugendeinrichtung so etwas erkennen und reagieren kann, wieso dann nicht die Junge Welt, DIE LINKE oder die Rosa Luxemburg Stiftung?

Spenden und fehlende Dokumentation der Belege

Seit Beginn des Ukraine-Krieges laufen in den unterschiedlichsten Querfront-Spektren Hilfstransporte, Geldüberweisungen, Veranstaltungen etc., worüber hier auch schon berichtet wurde. ¹ ²  Diese unterschiedlichen Facebook-und VK Gruppen und auch reale Vereine zerfleischen sich in unregelmäßigen Abständen, wer davon seriös ist und wer sich das Geld angeblich in die eigene Tasche steckt. Was man aber sehen kann, das man ansatzweise nach außen hin versucht, zu dokumentieren, das alles rechtens verläuft:

Erst gestern ist uns wieder einmal aufgefallen, was humanitäre Hilfe und Spenden umgesetzt heißt. Der persönliche Referent von Martin Dolzer (DIE LINKE) hatte für humanitäre Hilfe und Spenden geworben, letztendlich präsentierte er dann aber ganz stolz seine vielen „Frontberichte“, die später dann bei Sputnik veröffentlicht wurden. Das Interesse an Interviews mit dem Informationsministerium der Separatisten war vor Ort dann doch größer, als die der Kinder. Ob Spendengelder geflossen sind, weiß man nicht. Veröffentlicht wurde nichts.


Eine private Kontonummer

Bei Oleg Muzyka gibt es (nach unserem Stand) seit 13. September 2016 nun auch eine Kontonummer, auf die gebeten wird, zu spenden:

Das Ganze wieder umgesetzt von Brigitte Queck, man könnte fast meinen, sie koordiniert alles von Muzyka.
Recherchiert man jedoch bei Facebook den Namen: Vladimir Brygar, der als Betreff für eine Geldüberweisung für Oleg Muzyka angegeben wurde, tauchen zwar Listen der Verstorbenen auf, allerdings ohne Spendenaufforderung. Die Resonanz an Teilung oder Like-Angaben ist auch sehr gering bis null.

Bis heute gab es auf den Profilen von Oleg Muzyka oder bei Brigitte Queck/der Seite: Mütter gegen den Krieg etc. irgendwelche Belege für die Spenden und wann/wohin diese gingen. Dies ist zwar keine Pflicht, aber in Zeiten, wo es noch nicht einmal richtige Vereine gibt und Spendengelder fast nur über die sozialen Netzwerke und über lose Personen laufen, wäre dies angebracht.

Sieht schon ein wenig komisch aus, wenn z.B. Fränzi Konrad neben dem pro-russischen Separatisten Russell Bonner Bentley einem anderen Kämpfer des Bataillon XAH/Wesen der Zeit (siehe Sut´ Vremeni) in den von Separatisten besetzten Gebieten in der Ukraine ein paar dicke Geldbündel überreicht. ^^

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Zu diesem Thema bzgl. der RLS auch interessant zu lesen: „Menschenrechte in der Ukraine: Aktuelle Situation“ (russ.) mit einem kritischen Bericht dazu: „Nationalbolschewismus auf den Gebeinen Rosa Luxemburgs“

Wir haben, nachdem wir dies bereits gestern an die RLS + DIE LINKE getwittert, auch noch eine Email an die Rosa Luxemburg Stiftung geschickt und angefragt, ob beide Termine in jüngster Vergangenheit statt gefunden haben (wie von Muzyka so veröffentlicht) und ob der Termin am 13. 10. 2016 genau so veranstaltet wird. Natürlich mit der Bitte um Stellungnahme bzgl. der Ausstellung. Auf eine Antwort, wenn dann eine kommt, sind wir schon jetzt gespannt!

Anmerkung zum Titelfoto: links das Transparent von Oleg Muzyka, rechts daneben mit dem „Nazi in Nadelstreifen“: Stanislav Byshok (ehemals Rodina-Partei) in Berlin, 2014. Byshok war u.a. 2015 beim Kongress der Ultranationalisten- und Rechten, Veranstalter: Rodina-Partei. Beide sind bis heute befreundet.


Beiträge über Oleg Muzyka & sein „Team“:

Ärztin und Heilpraktikerin aus Berlin-Marzahn zusammen mit Nationalisten & Rechtsextremen

Anti-NATO Gruppe Anna B., Global Rights of Peaceful People, Propagandisten

Zwischen ProDeutschland, Michael Koth, Said Dudin, Endgame, Pegida, Rodina & Staatenlos.info

Nur kurz vorweg. Wir machen diesen Artikel, weil lange Zeit im Raum stand, das diese Katrin Baranovski  eine andere Person aus Russland (bzw. der Ukraine), in pro-russischer, gehobener Position ist. Dem ist aber nicht so und das möchten wir mit diesem Artikel entkräften.


Katrin Baranovski gehört mit zum Team rund um Oleg Muzyka, über den wir hier schon mehrfach berichtet hatten.
Über eine weitere Mitstreiterin Muzyka´s, deren „Identität“ wir allerdings noch nicht kennen, hatten wir bereits Mitte August schon berichtet.
Diese Mistreiterin war Anfang des Jahres, neben Alexey Markov , Zack Novak, Greg Butterfield, Tobias Nase und Julian Siegel beim „Antifaschistischen Kongress“ in Krasnodon (im besetzten Teil des ukrainischen Verwaltungsgebiets Luhans’k).

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♦  dritte von rechts: Katrin Baranovski


Katrin Baranovski

Katrin Baranovski lebt nach eigenen Angaben seit 2001 in Deutschland und hat ihre (Gemeinschaftspraxis) Arztpraxis seit 2006 in Berlin-Marzahn. Zuvor hat sie, wie ihre Vita schreibt, in deutschen Kliniken gearbeitet. Sie war Absolventin am Medizinischen Institut in Dnepropetrovsk und hat sich hier in Deutschland auf Alternativmedizin/Phytotherapie/Homöopathie spezialisiert.
Man darf also davon ausgehen, das sie der deutschen Sprache mächtig ist und demzufolge weiß, welche Inhalte sie mit welchen Aktivisten auf Kundgebungen teilt und vertritt.

Baranowski hat zwei Profile auf Facebook. Eines ist ziemlich dicht, das scheint das private zu sein (wie das auf mymail.ru), das andere zeigt ganz offen ihre Aktivitäten, ihre Kontakte und was sie sonst noch so alles mag.

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Bei TrolleyBust finden sich Unmengen an Einträgen über sie, in ihrer Freundesliste stehen „die Größen“ von Staatenlos.info wie z.B. Rüdiger Klasen, Stefan Käptn Kämpf und Sabine Liebing. Die ganzen Distanzierungen sind daher einfach nur unglaubwürdig.

Weiterhin war sie mit Oleg Muzyka auch ein Jahr später auf einer Veranstaltung (Gedenken der Toten von Odessa), wo der Hauptinitiator von Endgame: Frank Geppert eine Rede hielt; dieser heute zusammen mit Kathrin Oertel auf Naziaufmärschen zu finden ist. An diesem Tag war ebenso Staatenlos.info und die neurechte Mahnwache (AK Berlin) vertreten.

Sonst noch in ihrer Freundesliste: natürlich Oleg Muzyka, Galina Zaporozhtseva (ja, genau die!), Vadim Savenko (Rodina-Partei), Galina Baida (wieder mal Musik & Theater), Olga Scholz, Lothar Häupl und sicherlich noch mehr, „bekannte“ Persönlichkeiten.


Die Anfänge mit Nationalisten

Soweit wir das überschauen können, fanden erste, gemeinsame Kundgebungen oder auch Demonstrationen mit dem Rechtsspektrum ab September 2014 statt. Frühere Ereignisse sind uns bis dato nicht bekannt.

Der Verein Patrioten e.V., der sich im August 2014 gründete und zu Pegida (Bärgida Berlin) gehört, startete zum 7. September 2014 eine erste Aktion, die sich: „Kein Krieg gegen Russland“ nannte. Patrioten e.V. unterstützt neben Bärgida auch die rechte Bürgerinitiative Marzahn. Das rechtsextreme und islamfeindliche Format PI-News hatte im Voraus und nach der Aktion darüber berichtet.

Dort anwesend waren der Rechtsextremist Manfred Rouhs, Karl Schmitt von Pegida, aber auch das Tolstoi-Institut vertreten durch Tatjana Garsiya – wie auch Fotos belegen, das rechtsextreme ProDeutschland, Olaf Reihmund und natürlich das Team rund um Oleg Muzyka, auch wenn Muzyka selbst weder auf dem Video, noch auf den Fotos zu sehen ist; allerdings: Katrin Baranovski. Das „Team Muzyka“ hielt ebenfalls die rechtsextremen ProDeutschland-Plakate.


Die Kundgebung von 2014 mit ProDeutschland war kein Ausrutscher. Auch nicht die von Staatenlos.info zwei Monate später, was man uns ja per Email gerne schön reden wollte.

Das Ganze ging auch 2015 genauso weiter, oft unter der „Schirmherrschaft“ von „Mütter gegen den Krieg“ unter Brigitte Queck. So kamen Verbindungen und Veranstaltungen (nicht nur in Berlin) zustande, die von Said Dudin, Michael Koth, der Antiimperialistischen Aktion und der Mahnwachen-Querfront, aber auch durch „Linke“ und DIE LINKE mitgestaltet wurden.

Einige dieser Themen haben wir hier im Blog schon thematisiert: