Das St. Georgs-Band, die нод Bewegung und der Fake mit Syrien

Fakes/Fakeseiten, Organisationen & Vereine, Propagandaseiten, Propagandisten, Protestbewegungen

9. Mai – Tag des Sieges der Sowjetunion über „Hitler-Deutschland“

Nur das oder doch mehr (rechte) Propaganda?

Der 9. Mai steht vor der Tür. Schon im letzten Jahr wollten wir etwas zum Kartoffelkäfer schreiben und hatten es nicht geschafft. Aber dieses Jahr!

Schon seit einigen Tagen kann man die Vorbereitungen für diesen Tag im Internet nachverfolgen, vor allem mit dem Georgsbändchen, mit dem geworben wird.
Die PR, Propaganda und der Handel boomt; aber auch gratis kann man das St. Georgsbändchen bekommen, wenn es z.B. auf den Straßen von kremlnahen Medienunternehmen und/oder Vereinigungen verteilt wird.
Gegen Angabe der eigenen Wohnadresse verschenkt aber auch der russische Staatssender Sputnik jeweils ein Band; nicht nur in Russland. Natürlich nur – solange der Vorrat reicht!! 😎

Ursprünglich ist das St. Georgs-Band ein Zeichen militärischer Tapferkeit in Russland gewesen, aber auch als Symbol der Anteilnahme des Kriegsendes gedacht.
Seit Beginn des Ukraine-Krieges, spätestens ab 2014 hat das Band allerdings eine noch andere Bedeutung bekommen. So schreibt es auch der Deutschlandfunk:

Zum 9. Mai werden in ganz Moskau orange-schwarz-gestreifte Bänder zu sehen sein. Ursprünglich für militärische Tapferkeit verliehen, erinnerte das Band in den letzten Jahren an den Sieg im Zweiten Weltkrieg. Jetzt aber wird es auch zum Symbol im Kampf gegen die Ukraine.

Was einst im Russischen Kaiserreich und der Sowjetunion als Ehrenabzeichen galt, ist mittlerweile nun mehr Zeichen von pro-russischer Haltung geworden, was es zu tragen gilt. Und das: nicht nur in Russland, sondern am besten weltweit!
Aus der pro-russischen Haltung ist Putintreue geworden. Und das soll die ganze Welt sehen! Zur Not verteilt man eben auch in anderen Ländern diese Schleife. Darauf kommen wir zum Schluss.


Ukraine (Maidan)

Wikipedia schreibt, das während der Maidankämpfe prorussische Demonstranten & Aktivisten der Ostukraine dieses Zeichen nutzten, das ist richtig – aber eben nicht nur diese.
Einheiten der ukrainischen BERKUT waren damit ausgestattet, aber auch die Spezialeinheit der russischen OMON trägt diese:

Mit gleicher Symbolik tritt übrigens auch die putinnahe, rechte „Nationale Befreiungsbewegung Russland“ unter Jewgeni Fjodorow auf und auch Deutschland hat einen „Ableger“ bekommen.


Deutschland

Der deutsche Ableger der Nationalen Befreiungsbewegung Russland, kurz NOD (нод) – zusammen mit einem Großteil einer Reichsbürgerbewegung unter „Leitung“ von Dimitri Metzler + staatenlos.info vom ehemaligen NPD-Kader und Reichsbürger Rüdiger Klasen (Homepage); bilden diese Veranstaltungen, an denen auch der pro-russische Aktivist & Propagandist aus der Ukraine: Oleg Muzyka – mehrmals – teilnahm.

Ob Oleg Muzyka, Brigitte Queck, Maren Cronsnest, Alant Jost, Vera Stegschuster, Katrin Baranowski, Valerij Trofimtschuk, Liane Kilinc (FBKO), Tatjana Garsiya, Evelin Pietza, Elena Schulz und wie sie nicht alle heißen. Sie sind doch immer wieder miteinander vernetzt und auf gemeinsamen Veranstaltungen; weswegen eine Distanzierung zur нод-Bewegung oder anderen rechten Bewegungen/Personen einfach nur irreführend von diesen ist.

Die ZEIT, aber auch der Deutschlandfunk hatten über diese Bewegung einiges geschrieben, was lesenswert ist! Hier eine kleine Bildersammlung vom Profil Metzlers, mit Ausnahme der Screenshot mit Oleg Muzyka von der Kentrail-Verschwörung:


Exilregierung Deutsches Reich

Es sollte zu Bedenken geben, wenn Jewgeni Federov die rechtsextreme Reichsbürgerbewegung: Exilregierung Deutsches Reich zu sich nach Moskau lädt (so geschehen im Sommer 2015), um sich dort auszutauschen. Nachzulesen auf dieser Reichsbürgerseite, die dort auch das Video des gemeinsamen Gespräches zur Verfügung gestellt haben.

— Treffen zwischen Evgeni Fedorov und Vertretern der Exil-Regierung Deutsches Reich in Moskau (2015)

Russland

Mit-federführend dieser orange-schwarzen (Kartoffelkäfer) нод-Bewegung in Russland ist die Ü20-jährige Maria Katasonova:

Katasonova ist in der rechtsextremen Rodina-Partei, die Assistentin eines Duma-Abgeordneten der Kremlpartei „Einiges Russland“, sie machte im letzten Jahr Wahlwerbung für Trump (jetzt für Le Pen) und ist auch gern im Beisammensein mit Marie Le Pen vom Front National:

Sie selbst präsentiert sich gerne als PR-Figur der Partei/Bewegung und scheint irgendwie so ne Art von „Führervirus“ zu haben:

Einige Fotos von ihrer VK-Seite:

Es „lohnt sich“ -> eingeloggt bei VK,  auch ihre anderen, theatralischen Bildersammlungen anzusehen!

Birgit Virnich von der ARD hatte Ende letzten Jahres, im Zuge des Wahlkampfes Clinton/Trump kurz über Katasonova, нод und über ihre Wahlwerbung berichtet:

Sie ist nicht nur mit Owe Schatthauer (Mahnwachen, Druschba-Freundschaftsfahrt) befreundet, sondern natürlich auch mit Alexander Dugin, Manuel Ochsenreiter, aber auch Васильев Александр Александрович – auch Alexander Wasiljew (siehe Oleg Muzyka/Rodina Heimatpartei & hier im Blog bei: »Komitee für die Befreiung von Odessa«).
Wie unten im Foto zu sehen, war Schatthauer im letzten Jahr sogar zu Besuch bei Federow, explizit bei Katasonova gewesen:


Aus der Troll-Kiste gekramt

Am 26. April 2017 posteste Golineh Atai auf twitter das Foto von der Verteilung der St. Georgs-Bänder und schrieb dazu:

Da dies in Syrien – speziell in Damaskus geschah, blieb uns das Foto (bildlich sowieso) in Erinnerung und siehe da:
Vorgestern entdeckten wir bei Olga Katsaros auf der Timeline eine „Geschichte“ (mit Quelle Россия Сегодня), das Foto, welches auch Frau Atai gepostet hatte. Es kam uns doch irgendwie bekannt vor…

Nach einigen Recherchen kann man es getrost unter FakeNews verbuchen, von Katsaros wurde es noch einmal ein bisschen umgeschrieben, so dass das Geschehen fast wieder eine neue Bedeutung bekommt. Das sieht dann so aus:

Ein bisschen Rechreche

„Diese Bilder von den Studenten in Damaskus“ – sind Bilder, die der russissche Staatsender  (Rossija Sewodnja) angefertigt hat. Und genau diese Leute waren es auch, die die St. Georgsbänder an die Menschen & Studenten verteilten (mit ihren Jacken, wo Россия Сегодня drauf steht) und die auch als Quelle im Internet erscheinen.

Weiter war angegeben: das „Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien“ (TSPVS). Dies ist – ebenso – staatlich und unterliegt dem Russischen Verteidigunsministerium.

Die Zeitschrift: Gazeta.ru brachte kurze Zeit später einen ähnlichen Bericht heraus. Sie schrieb dort u.a. , Zitat:

„Heute verteilen wir diese Bänder unter den Studenten.  Und hier beginnt die Aktion auf das ganze Gebiet von Syrien, „- sagte Generalmajor Gennady Ryzhov, Leiter des“ Damaskus „Zentrums für Versöhnung in Syrien.“

Rossija Sewodnja aber schreibt: Die Veranstaltung wurde von „Russland heute“ (Россия Сегодня = Rossija Sewodnja) in Damaskus in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien (TSPVS) und der Union der syrischen Studenten organisiert.
Recherchiert man „Union der syrischen Studenten“, kommt man sehr schnell auf die Homepage oder Facebook-Seite von USSA e.V. und man kann sehr schnell erkennen, das diese unmöglich an der Aktion beteiligt sein konnten.
Vielmehr erweckt es den Eindruck, das hier die syrischen Studenten der „National Union of Syrian Students“ (Nuss) gemeint waren. Und genau darin liegen die FakeNews in diesem Artikel! Es ist eine Täuschung, die bewusst eingesetzt wurde.
Die Studentenbewegung „Nuss“ tritt immer wieder, auch in Deutschland und aktuell: bei den ProAssad/ProPutin-Demos (mit Brigitte Queck & Michael Koth von der AiP, Said Dudin & Vertreter von DIE LINKE, Pegada-Endagme, Antiimperialistische Aktion sowie DKP etc.) auf. Kurze Vorstellung:

Fakt ist. Die Studenten können gar nicht DIE Wahrheit vermitteln. Sie bekamen lediglich die St. Georgsbänder ausgehändigt. Und: welche Studentenbewegung nun wirklich die Assad-Schilder hielten, darüber braucht man eigentlich nicht zu spekulieren. Denn Oppositionelle und speziell USSA halten eher diese Schilder:

Quelle: n-tv

Einen „Mohammad Udzhey“ von der Studentenbewegung in Syrien, wie ihn Rossija Sewodnja beschreibt;  gibt es – bei unterschiedlichen Suchmaschinen mit dem Ergebnis: 0!

Damit kann man die Propaganda-Artikel der russischen Staatsmedien – einfach mal knicken & in die Tonne befördern!


Fazit

Irgendwie macht es eigentlich keinen großen Unterschied mehr, ob das St. Georgsband nun von der rechtsextremen Rodina-Partei vereinnahmt wird oder von der rechten нод-Bewegung, die mit der Partei Einiges Russland bis in den Kreml reicht – und dort auch nicht auf Widerstand stößt, nein – ganz im Gegenteil.

Schaut man sich die Geschichte mit Syrien an, weiß man, das hier auch auf Seiten des Staates die нод-Bändchen missbraucht werden. Auch das sollte zu denken geben.

Das scheint nur leider den wenigsten Menschen und Mitgliedern von DIE LINKE klar zu sein oder man möchte es eben auch gar nicht wissen. Das Weltbild muss schließlich stimmig sein und das Feindbild erhalten. „Scheiß auf die Menschen“. Sorry, aber nichts anderes ist es doch!

Aus Krieg wird einfach Frieden gemacht und man schmückt sich mit „Kriegsfedern“.
Was ist schon Humanismus in diesen Zeiten…wo Friedensbewegungen für Dikatoren & totalitäre Systeme auf die Straße gehen, Mahnwachen „für den Frieden“ sich als neurechte Protestbewegung entpuppen (in die sich auch viele Linke und Querfront-Mitglieder/MdB von DIE LINKE einbringen), DIE LINKE seit Jahren mit russischen Rechten verkehrt und wenn wir in baldiger Zukunft „demokratisch“ [sic!] das „Grundgesetz hochhalten“ – indem wir Pässe entziehen!? 😬

Oleg Muzyka & das »Komitee für die Befreiung von Odessa«

Global Rights of Peaceful People, Maidan/Ukraine, Organisationen & Vereine, Protestbewegungen

Was die Rodina-Partei um Oleg Muzyka mit der Borotba und Nationalisten verbindet

Es scheint fast so, das Oleg Muzyka für uns zum Hauptthema wird. Überall, wo es Berichte gibt, ist Oleg Muzyka oder seine Partei Rodina nicht weit. Oder seine doch fragwürdigen Mitstreiter ¹ ² ³.
Offenbar haben wir ihn in seinen Tätigkeiten etwas unterschätzt bzw. nicht gedacht, das… Was auch genau daher rührt, weil er u.a. durch die Partei DIE LINKE und die Zeitung junge Welt als „Antifaschist“ so publiziert und gefördert wird.

Eine gute Vorarbeit hat hier wieder einmal Kyrylo Tkachenko geleistet, über den es (leider fast nur auf Indymedia) sehr viele und gute Berichte gibt.
Wir hatten das Thema hier im Blog schon einmal kurz angeschnitten, um ein wenig Fotomaterial und die archivierte Website von „Одесской Дружины“ (auch: Komitee für die Befreiung von Odessa btw. Drugina) zu hinterlegen.

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Peacemaker & Oleg Muzyka

Schon vor ewig langer Zeit waren wir auf die umstrittene Seite „Peacemaker“ (Миротворець / psb4ukr) gestoßen, auf der auch Oleg Muzyka (Anatolevich) aufgelistet wurde; er dort sinngemäß als: Separatist beschrieben wird, der u.a. Mittel für die Bedürfnisse der separatistischen Gruppen («Die Odessaer Gefolgschaft», «Das Komitee der Befreiung Odessa») sammelt. So schreibt es die Seite.

Das erklärt sicherlich aber auch, warum Muzyka laut Ulrich Heyden in Deutschland politisches Asyl beantragt hat, hier jetzt mit Hilfe der Partei DIE LINKE“ einen auf Antifaschist macht“ – und der Recherchedienst der Ausländerbehörde IRB Canada seit Sommer diesen Jahres anfängt, diesen Fall zu prüfen!
Muzyka kann nicht wieder zurück in die Ukraine, da ihn dort mit Sicherheit Strafen erwarten, also versucht er hier in Deutschland, seine Vergangenheit zu verwischen, was ihm aber nicht ganz so gut gelingt.

Peacemaker hatte zudem Anfang diesen Jahres eine umfangreiche Liste mit Journalisten samt ihrer Daten veröffentlicht, die vom Informationsministerium des DNR akkreditiert wurden, was auf (berechtigt) heftige Kritik stoß.

peacemaker_muzyka


Rückblick: Wer gründete das Komitee:

Nochmal zur Erinnerung: „Das Komitee zur Befreiung Odessa´s“ wird in Verbindung zur Rodina-Partei auf Wikipedia so beschrieben:

Der Anführer der Odessiter Regionalorganisation der Borotba, Aleksej Albu, begab sich auf die von der Russischen Föderation annektierte Krim, wo er am 24. Mai 2014 zusammen mit einem Vertreter der rechtskonservativen Partei „Rodina“ (Heimat), Aleksandr Wasiljew, und einem Vertreter der Neonazi-Organisation „Slawische Einheit“, Dmitrij Odninow (Majdannik) ein „Komitee zur Befreiung von Odessa“ ins Leben rief.

Das »Komitee für die Befreiung von Odessa«: Alexander Wasiljew, Dmitri Majdannik, Alexej Albu

Das »Komitee für die Befreiung von Odessa«: v.l.n.r.: Alexander Wasiljew, Dmitri Majdannik, Alexej Albu

Kyrylo Tkachenko beschreibt es etwas ausführlicher:
Das »Komitee für die Befreiung von Odessa« wurde von vier Menschen gegründet: Alexej Albu aus Borot’ba, den beiden Vertretern der in Odessa basierten russisch-nationalistischen Rodina-Partei, Alexander Wasiljew und Wadim Sawenko sowie Dmitri Odinow, welcher in Wirklichkeit anders heißt (Majdannik) und gleichzeitig die Slawische Einheit und die Odessitische Gefolgschaft anführte. [1]

In seinem Artikel: Wie Teile der deutschen Linken Faschisten in der Ukraine unterstützen hat Kyrylo Tkachenko sich näher damit befasst, was im Zuge hierzu, bei Interesse, gelesen werden sollte! Von uns hier „nur“ ein Auszug:

(…) Vielleicht ein Drittel der Meldungen sind Reposts von der VK-Seite des »Komitee für die Befreiung von Odessa«. Die letztgenannte Quelle beinhaltet zwar weniger Beispiele für Antisemitismus und Homophobie, aber die Ausrichtung ist eine ähnliche.
Einer der letzten Schwerpunkte ist die Verteufelung der Türkei (nach dem verräterischen Abschuss des friedlichen russischen Bombers), davor freute man sich über die Effizienz der russischen Streitkräfte in Syrien, noch früher waren die siegreichen »Antifaschisten von Noworossia« das Hauptthema. Und natürlich überall der Superheld Putin.
Eines der wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Internet-Auftritten liegt wohl darin, dass während das »Komitee« gleich mit der Putinverehrung startete, der Slawischen Einheit Wladimir Wladimirowitsch bis zur Besatzung der Krim noch ziemlich suspekt vorkam (und stellenweise sogar als ein Agent des internationalen Judentums entlarvt wurde).
Das Motto des »Komitees« gibt die eigentliche Leitidee der Slawischen Einheit wieder: »Für die Freiheit und Einheit der Rus«, die beiden VK-Auftritte haben womöglich identische Moderator*innen.
Aber auch ganz unabhängig davon, wie man Borot’ba einordnen würde, gehören mindestens drei von vier Mitbegründern des Komitees eindeutig zu den Rechten. »Querfrontkomitee« wäre ungefähr das mildeste Urteil darüber. Erwartungsgemäß war das für nicht gering zu schätzende Teile der westlichen Linken kein Hinderungsgrund, die Liste der »politischen Gefangen aus Odessa« zu übernehmen und das »Befreiungskomitee« auf unterschiedliche Weise zu unterstützen.
In den Nachrichtenportalen wie Red Star Over Donbass freut man sich über deren Freilassung, in der Jungen Welt bezieht man sich auf das »Komitee für die Befreiung von Odessa« noch im November 2015 positiv.
Falls jemand im rot-braunen Angebot zwischen den Untertönen unterscheiden möchte, so lässt sich übrigens feststellen, dass das »Befreiungskomitee« in der Zwischenzeit noch brauner geworden ist, indem er sich der russischen Vereinigung Wesen der Zeit annäherte, die – wie wir gleich sehen werden – nicht unbedingt das beste Verhältnis zur ex-ukrainischen Organisation Borot’ba besitzt. Wesen der Zeit ist die Querfront pur, den Gedanken von Identität der UdSSR mit Russland hat sie ad absurdum beziehungsweise zu seiner logischen Konsequenz geführt. (…)

Muzyka´s Kontakte bis heute

Wir haben uns auf den Profilen ¹ ² bei Muzyka (Stand: 15. und 23. September 2016) mal umgesehen, mit wem er aktuell noch in Kontakt steht und wir haben sie tatsächlich fast alle gefunden. Und noch ein paar mehr… hier ein Auszug:

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Oleg Muzyka hat wohl vorausschauend ein paar obige Kontakte auf Facebook gelöscht, was aber nichts nützt. Das zeigen die oben zwei archivierten Links seiner Freundeslisten. Er scheint hier also mitzulesen! Daher hier nochmal die Listen:

Alexey AlbuSergej MarkhelАлександр ВасильевВасильев Александр АлександровичVadim  SavenkoAlexey  KochetkovGalina ZaporozhtsevaАнжела ДевисSergey  BovbalanИгорь МарковSvetlana Kissileva

—————————————–

Dazu kommt aus dem anderen Profil Muzyka´s noch folgende Person: Svetlana Kissileva (Kissi), ebenfalls auf der Seite Peacemaker gelistet, die Muzyka auch aktuell zu seinem Filmabend: „Brennende Herzen“eingeladen hat; über die wir weiter unten noch zu sprechen kommen:

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Das Komitee für die Befreiung von Odessa & Rodina Partei

Oleg Muzyka gab in einem Interview aus 2014 bekannt, das er 2013 Verantwortlicher des Anti-Maidan auf dem Kulikover Feld war. Wir fragen uns: in Bezug zur Rodina oder zum Komitee? Und, war er das 2014 immer noch?
Wie man z.B. dem Foto entnehmen kann, war das „Komitee zur Befreiung Odessa“ mit ihren Zelten auf dem Kulikover Feld aufgebaut, die laut Medienberichten später angegriffen wurden (die Faktenlage bis heute nicht geklärt ist). Und das sah doch schon sehr militärisch aus, statt Partei mit Hemd & Krawatte:

Da sich hier Parteimitglieder der Rodina-Partei mit diesem Komitee vermischen, könnte man schon die Schlussfolgerung ziehen – aber nicht belegen, das hier finanziell unterstützt wurde, die Parteimitglieder – auch ganz im Sinne der Partei Rodina –  gegen den Maidan gerichtet war und immer noch ist.
Einzig ein Bild von Oleg Muzyka, vom 17. April 2014 in Zusammenhang mit dem Komitee zur Befreiung Odessas/Kulikover Feld konnte bisher gefunden werden und zwar direkt auf der ehemaligen, archivierten Website „Drugina“ (Komitee zur Befreiung Odessa):

drugina_olgemuzyka

Es scheint jedenfalls, das es einen ganz „guten Zweck“ erfüllt hat, das die Homepage der Rodina-Partei „der Ukraine“ nicht mehr funktioniert bzw. eine Schein-Website hochgezogen wurde. Seit 2013 gab es dort keine aktuellen Artikel mehr! Und: Muzyka ist von der dortigen Partei ja nicht der einzige, der „auf der Flucht“ ist. Vielleicht ist es sinnvoll, sich die gesicherten 29 PDF Dateien der Partei Rodina bei mehr Zeit etwas näher zu betrachten!

rodina_pdf


Aleksandr Wasiljew

Wasiljew, weiterhin mit Muzyka befreundet, gehört wie Muzyka, der Partei RODINA an. Diese Info hat man allerdings im Facebook-Profil nicht mehr veröffentlicht. Er ist jetzt nach seinen eigenen Angaben Redakteur von: ВЗГЛЯД.РУ und wohnt jetzt in Moskau. Auch er hat die Ukraine verlassen! So steht es ebenfalls bei ВЗГЛЯД.РУ in seiner „Vita“. Mit folgenden Worten:

Sinngemäß (…) in einem Strafverfahren beteiligt, eröffnete die SBU für „Separatismus“ unter der drohenden Verhaftung, Odessa zu verlassen. Im Frühjahr 2014 war er als Leiter der Abteilung für Information und Innenpolitik der Verwaltung Sewastopol . Im Jahr 2015 arbeitete er in Donezk am Projekt „Direct Line mit Alexander Zakharchenko.“ (…)

Die anderen „Kontakte“ Muzyka´s auf der Seite Peacemaker

Bei der Auflistung auf „Peacemaker“ gibt es interessante, ausländische Kontakte, alle aus Frankreich. Neben Oleg Muzyka ist dort weiter „als Netzwerk“ verlinkt: Svetlana Kisilyova, Alain Benajam, Eric Lauffenburger und André Michel Chanclu.

Warum diese Personen gerade auf dem „Peacemaker-Profil“ von Muzyka verlinkt sind, erschließt sich uns noch nicht ganz, auch nicht, woher der Ursprung des Werbeplakates rührt (die, eine Erst-Quelle für uns), auf dem Muzyka dann in Zusammenhang mit einigen oben genannten aufgeführt wird:

screenshot_2-1


Weiterhin ist Muzyka mit fast allen – wie ganz oben schon zu sehen, bis heute befreundet und lädt auf Veranstaltungen ein. Einige sind auch schwer zu finden, da sie sich einen neuen Namen zugelegt haben oder sie sind mit mehreren Profilen im Netz unterwegs.

Informnapalm hatte ausführlich über dieses „Novopole in Frankreich“ und über die Personen (André Michel Chancl, Alain Benajam, Svetlana Kissileva, und Sergei Munier) berichtet! (Archiv)

André Michel Chancl, heute Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und LePen Fan, hatte 2011 die persönliche Bekanntschaft mit Alexander Dugin, wie zwei Fotos von seiner Facebook-Seite zeigten:

Quelle: Peacemaker


Über die eine oder andere hier aufgeführte Person werden wir sicherlich noch im Zuge von Recherchen stolpern (bzw. haben wir noch einiges im Entwurf) und dann hier berichten. Das wird sich gar nicht vermeiden lassen.

Für einen Großteil der Partei DIE LINKE und das ganze linke, kommunistisch, stalinistisch, Putin verherrlichende Querfrontmilieu wird Muzyka vermutlich weiterhin ein „Antifaschist“ bleiben, der als Held gefeiert werden muss! ^^

Zum Abschluss für heute

Möchten wir an dieser Stelle noch ein paar Screenshots vom Komitee der Befreiung Odessa´s posten, damit andere auch mal einen Eindruck davon bekommen, wohin die Reise wirklich geht, vor allem, wenn man auch die Flagge mit 14-88 betrachtet. Die Screenshots entstammen alle der VK Seite Komitee zur Befreiung Odessa:

odessa8

Одесской Дружины

Eine weitere Bildstrecke mit Video und Infos zur ehemaligen Website, gibt es hier!


Beenden wollen wir das Ganze für heute mit folgendem Zitat:

Nach wie vor besteht es hier ein großer Auseinandersetzungsbedarf in der Linken. Natürlich darf man nicht nur bei den öffentlichen Aktivitäten prorussischer Friedenstreiber bleiben. Im Zusammenhang mit dem »Befreiungskomitee« dürfen etwa die beiden Mitglieder der nationalistischen Rodina-Partei, Oleg Muzyka und Sergei Marchel sowie eine andere Antimaidan-Aktivistin aus Odessa, Galina Zaporoschzewa, erwähnt werden. Vermutlich konnten alle drei nicht ohne eine robuste Unterstützung in Deutschland in die Bundesrepublik auswandern, wo sie anschließend im tiefsten Querfrontmillieu versanken. [2]


[1] [2] Wie Teile der deutschen Linken Faschisten in der Ukraine unterstützen, Teil 2: Über die Rote Hilfe, Brigade Prisrak und mehr (Text: Kyrylo Tkachenko – Redaktion: Kollektiv Eugen1979)

cc

DIE LINKE auf Kriegspropaganda-Tour im Donbass

Maidan/Ukraine, Propagandisten, Veranstaltungen

DIE LINKE Fraktion Hamburg und das Informationsministerium der Separatisten in Donezk

Eigentlich fällt einem zum Bericht auf Sputnik-News: „Dort ist der Gegner. Er schießt auf dich“ – Deutscher berichtet aus Donbass – nichts mehr ein. Außer, das wieder einmal DIE LINKE; diesmal mit einem Mitglied aus der Hamburger Bürgerschaft und persönlicher Referent von Martin Dolzer sowie Propagandaschau und Diether Dehm-Fan (etc.): Artur Leier, für diese Story verantwortlich ist.

DIE LINKE, die so genannte Anti-Kriegs-Partei, die durch diesen Referenten Dolzer´s und mit diesem einseitigen Beitrag bei Sputnik-News nicht nur Werbung für einen Krieg macht; zeigt Leier auch unverblümt auf seiner Timeline bei Facebook (23.-25. September 2016) die Zusammenarbeit mit dem Informationsministerium der Separatisten sowie die Interviews selbst auf dem Youtube-Kanal vom DNR. ¹ ²

Das ZDF, Frontal21 hatte bzgl. des Informationsministeriums am 27. September 2016 berichtet, kurzer Auszug:

 Vom „Journalismus“ zum Frontbericht Artur Leier´s

Artur Leier, persönlicher Referent von Martin Dolzer (DIE LINKE) und Vorsitzender des Vereins: Russische Gemeinde Hamburg; hat ab Ende August 2016 auf seinem Facebook-Profil die einzelnen Etappen „seiner Frontberichte“ veröffentlicht. Sein Eingangsposting vor seiner Fahrt lautete allerdings etwas anders wie die Themen, die er danach zur Ukraine postete:

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Aktuelle Fotos oder schriftliche Verlautbarungen der angekündigten humanitären Hilfe sucht man bei Artur Leier jedoch vergebens und die Kinder aus Alchevsk haben es thematisch auch nicht in den Bericht auf Sputnik-News gebracht.
Auch gibt es keine Erwähnung, ob die Kinder von Alchevsk überhaupt besucht wurden. Keinerlei Dokumentation der angekündigten Aktion. Zudem ist dies auch sehr intransparent, auch für die, die gespendet haben sollten.
Und: selbst wenn diese Dokumente später auf z.B. Facebook noch veröffentlicht werden sollten, zeigt es doch, das hier die humanitäre Hilfe nicht vordergründig im Raum stand, wie im Eingangsposting vom 30. August von Leier so beworben.

Die nächsten Beiträge von Artur Leier zeigen die Propaganda seiner Fotos, die Interviews mit dem Informationsministerium der DNR und seine Arbeit als Wahlbeobachter. Seine Themen waren:

Ach ja, ehe wir es vergessen. Der Vollständigkeit halber. Wir haben hier noch was:

fronberichtderlinken




Was Martin Dolzer und Artur Leier sonst noch so mach(t)en

Wenn man sich die Fotoalben, die Likes oder Freunde auf Facebook betrachtet, könnte man schon meinen, die beiden sind ein gutes Team. Da verbindet sich gedacht, persönliches Interesse mit der aktuellen Politik.
Scheint irgendwie Mode geworden zu sein. Die einen haben einen Ex-RAF Terroristen & Querfront-affine als Mitarbeiter, die anderen pro-russische Propagandisten. (…)

So waren Dolzer & Leier 2015 gemeinsam im Donbass, was ungefähr so ausschaut:

Und wieder einmal Oleg Muzyka

Im letzten Jahr trat Martin Dolzer u.a. mit der junge Welt „Journalistin“ & Tierrechtlerin Susann Witt-Stahl zum Thema: Donbass – Volksrepubliken im antifaschistischem Widerstand in Hamburg auf und in diesem Jahr widmete sich Martin Dolzer zusammen mit Andrej Hunko (MdB DIE LINKE) und Oleg Muzyka (rechte Partei RODINA) einer Veranstaltung: Ukraine, Massaker in Odessa und Donbass in der Russischen Gemeinde Hamburg (Vorsitzender: Artur Leier).

Ein paar restliche „Eindrücke“:


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